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24 April 2012

PDF Dateien ab SharePoint nicht herunterladen sondern öffnen

Standardmässig werden PDF Dateien von SharePoint heruntergeladen. Mit Adobe Acrobat X lassen sich die Dateien aber bearbeiten und wieder auf dem SharePoint speichern. Für PDF Dateien stehen die Funktionen “Check Out”, “Check In” und “Edit Document” zur Verfügung.

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Hierzu sind aber einige Einstellungen notwendig:

  • Bekanntlich muss in der Datei 14/TEMPLATE/XML/DOCICON.XML das PDF Icon registriert werden. Wichtig ist aber das Attribut OpenControl. Damit die PDF Dateien korrekt im Adobe Acrobat X geöffnet werden können, muss diese auf AdobeAcrobat.OpenDocuments gesetzt werden.
    <Mapping Key=”pdf” Value=”pdfIcon.gif” Text=”Adobe Pro” OpenControl=”AdobeAcrobat.OpenDocuments“/>
  • Ist die Default Sprache der Site nicht englisch, so muss mindestens das Cumulative Update Feburuary 2012 installiert sein. Dieses Update behebt ein Problem mit fehlenden Spalten auf der Document Library.
  • Das Browser File Handling muss auf “Permissive” gesetzt werden
    • Central Administration öffnen
    • Application Management > Manage Web Applications
    • Web Application auswählen und auf “General Settings” klicken
    • Unter “Browser File Handling" die Einstellung von “Strict” (Default) auf “Permissive” ändern
    • OK klicken
  • Es kann sein, dass diese Einstellung auf bestehenden Document Libraries nichts bewirkt. Denn neben der globalen Einstellung hat auch jede Document Library eine eigene Einstellung für das Browser File Handling. Craig Lussier hat dazu ein PowerShell Script erstellt, welche diese Einstellung abfragt und neu setzt.

07 Mai 2010

Top 10 Features in SharePoint 2010 für Entwickler

Rolf und ich haben gestern am eBusiness Kongress in Zürich während 90 Minuten über die Top 10 Features in SharePoint 2010 gesprochen. Obwohl die Zuhörerzahl etwas dürftig ausfiel, hat uns die Vorbereitung und die Durchführung des Speechs viel Spass bereitet.

Zu folgenden Features haben wir jeweils eine kleine Einführung plus eine Demo gezeigt:

  • #1 Development Environment
  • #2 LINQ to SharePoint
  • #3 Sandboxed Solutions
  • #4 Business Connectivity Services (BCS)
  • #5 REST
  • #6 Client Object Model
  • #7 Post Synchronous Events
  • #8 SharePoint Designer Workflows
  • #9 Feature Upgrade
  • #10 PowerShell

Die Slides zum Vortrag haben wir hier (bzw. brandneu auch auf docs.com unter http://docs.com/E4C) abgelegt.

23 April 2010

Neues Page Layout mit SharePoint 2010

Bereits seit SharePoint 2007 kann für strukturierten Content, welcher auf öffentlich zugänglichen Internet Sites angezeigt werden soll, eine Vorlage erstellt werden. Das Konstrukt nennt sich Page Layout und definiert das Mapping zwischen SharePoint Columns sowie der Anzeige- bzw. Edit-Ansicht. Der Vorteil daran ist, dass die strukturierten Daten dabei nicht in einem grossen Rich Text Block abgelegt sondern in einzelne Columns in SharePoint Listen geschrieben werden. Damit können z.B. Produkte, Personen, Projekte, Publikationen oder News abgebildet werden.

Heute möchte ich euch zeigen, wie mit Visual Studio 2010 ein Page Layout für SharePoint 2010 erstellt werden kann. Beide Produkte setze ich in der RTM Version ein.

Ich starte mit einem “Empty SharePoint Project”.

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Page Layouts können wahlweise als Sandboxed Solution oder Farm Solution deployt werden.

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Als erstes fügen wir ein SPI für die Columns hinzu. Da uns Visual Studio 2010 kein Template zur Verfügung stellt, wählen wir “Empty Element”.

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In die Datei Elements.xml fügen wir nun unsere SharePoint Spalte (Column oder Field) ein. Wichtig ist, dass sowohl ID also auch Name eindeutig sind. Für die ID kann der GUID Generator verwendet werden. Er ist zwar in den Standardeinstellungen nicht mehr über das Visual Studio Menu erreichbar, ist aber unter C:\Program Files (x86)\Microsoft SDKs\Windows\v7.0A\Bin\guidgen.exe zu finden.

<Elements xmlns="http://schemas.microsoft.com/sharepoint/">
<Field ID="{7F9CF172-B2FA-42C0-81D4-EA3CD2C6CF94}"
Name="WCMLocation"
DisplayName="Location"
Type="Text" />
</Elements>

Nun erstellen wir einen Content Type, in welchen wir unsere beiden Columns aufnehmen werden.

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Wir vererben dabei von “Article Page”.

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In der Datei Elements.xml müssen wir für jedes Spalte einen FieldRef Eintrag machen. Zwingend sind die Attribute ID und Name.


<FieldRefs>
<FieldRef ID="{7F9CF172-B2FA-42C0-81D4-EA3CD2C6CF94}" Name="WCMLocation" />
<FieldRef ID="{D720A9AC-D633-4FAB-BC03-309458A2D6C3}" Name="WCMNoEmployee"/>
</FieldRefs>

Nun können wir die Solution deployen (Ctrl+F5, Debug ist nicht notwendig) und erstellen so Site Columns und Content Type.


Über den Server Explorer können wir die SharePoint Site registrieren und die Content Types anzeigen.


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In der Visual Studio Gallery gibt es eine Erweiterung (Imtech Create Page Layout Content Type Extension, thanks to Mastykarz Waldek), welche uns beim Erstellen des Page Layouts hilft. Nach der Installation haben wir im Server Explorer auf den Content Types ein Contentmenu Eintrag “Create Page Layout”. Um später die Master Page Gallery im Server Explorer durchsuchen zu können, benötigen wir noch die Imtech Master Pages and Page Layouts Extension.

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Dies generiert uns ein “nacktes” Page Layout mit allen Feldern des Page Layouts. So finden wir unsere zwei Felder wieder.

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Um das Page Layout abzuspeichern, müssen wir ein weiteres SPI erstellen. Diesmal vom Typ “Module”. Damit lassen sich beliebige Dateien in unterschiedliche Libraries wie Master Page Gallery, Web Part Gallery oder Style Library deployen.
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Wir speichern das Page Layout im Ordner des Modules und nehmen es in das Visual Studio Projekt auf. (Um es anzuzeigen, im Solution Explorer auf “Show all Files” klicken.)
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Nun gilt es den Inhalt des Modules anzupassen. Hierzu öffnen wir das Elements.xml im SPI WCMPageLayout. Folgende Anpassungen sind notwendig.
  • Das Url Attribut von Module muss auf “_catalogs/masterpage” zeigen.
  • Das Url Attribut von File muss direkt auf die Datei zeigen.
  • In einem neuen Property Element geben wir den Content Type des Files an. Wir sagen da, dass es sich bei dieser Datei um ein “Page Layout” handelt.
  • In einem weiteren Property Element definieren wir das Preview Image (mehr dazu weiter unten, dieses Property kann auch wegelassen werden).
  • In einem weiteren Property Element sagen wir, zu welchem Content Type dieses Page Layout gehört. Den Content Type geben wir mit folgender Syntax an:
    ”;#[Name des Content Types];#[Content Type ID];#”

<Module Name="PageLayouts" Url="_catalogs/masterpage">
<File Path="WCMPageLayout\IsolutionsWCMWcmbranchoffice.aspx" Url="IsolutionsWCMWcmbranchoffice.aspx" Type="GhostableInLibrary" >
<Property Name="Title" Value="Branch Office" />
<Property Name="ContentType" Value="$Resources:cmscore,contenttype_pagelayout_name;" />
<Property Name="PublishingPreviewImage" Value="~SiteCollection/_catalogs/masterpage/Preview Images/PreviewBranchOffice.png, ~SiteCollection/_catalogs/masterpage/Preview Images/PreviewBranchOffice.png" />
<Property Name="PublishingAssociatedContentType" Value=";#ISolutions.WCM - WCMBranchOffice;#0x010100C568DB52D9D0A14D9B2FDCC96666E9F2007948130EC3DB064584E219954237AF3900242457EFB8B24247815D688C526CD44D00257e2b4db7dd4475939d98af964111c3;#"/>
<Property Name="MasterPageDescription" Value="Page Layout for Branch Offices" />
</File>
</Module>

Das Preview Image können wir auch gleich in dieses Module aufnehmen.


<Module Name="PreviewImages" Url="_catalogs/masterpage" Path="" RootWebOnly="TRUE">
<File Path="WCMPageLayout\PreviewBranchOffice.png" Url="Preview Images/PreviewBranchOffice.png" Type="GhostableInLibrary" />
</Module>


Um das Page Layout einzusetzen, müssen wir einer Page Library unseren Content Type zuweisen.
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Bearbeiten wir eine Page können wir nun über den Ribbon Button “Page Layout” ganz einfach das Page Layout anpassen.
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Unser Page Layout sieht natürlich noch ziemlich öde aus. Wir können aber bereits unsere Daten strukturiert erfassen.
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Jetzt kann der Graphiker an die Arbeit und das Page Layout gemäss den Vorstellungen des Kunden gestalten.
Wenn gewünscht können die verfügbaren Page Layouts auch in den Site Settings unter “Look and Feel” \ “Page Layout und Site Template Settings” angepasst werden.
Sind alle notwendigen Page Layouts erstellt, kann eine Site entsprechend den Vorgaben konfiguriert werden (d.h. Content Types auf Pages Libs, Page Layouts einschränken, Approval Workflow konfigurieren) und als Site Template abgespeichert werden. Dieses Template (neu als WSP, kann auch in Visual Studio bearbeitet werden) kann dann in der Folge für das Erstellen der neuen Sites verwendet werden.
Fazit: Den Vorteil von Page Layouts hatten wir bereits mit SharePoint 2007. Auch das Deployment als WSP war unter SharePoint 2007 via WSP möglich. Mit dem 2010er Wave haben wir aber bei der Paketierung und beim Deployment einen grossen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bleibt zu hoffen, dass uns in Zukunft ein paar Visual Studio Extensions das Leben noch weiter erleichtern. Ein dem CKS: Development Tools Edition haben sich die Entwickler solcher Erweiterungen jedenfalls bereits gefunden.

09 März 2010

Upgrade MySite nach SharePoint 2010

Beim Upgrade mit dem Database Attach können Content Datenbanken von Team Sites sehr einfach von SharePoint 2007 nach SharePoint 2010 migriert werden. Auch die Profiles sowie die MySites können migriert werden – es bedarf einfach etwas mehr Aufwand.

Der Shared Services Provider von MOSS / SharePoint 2007 existiert unter SharePoint 2010 nicht mehr. Profile Daten werden nun von einer Serivce Application verwaltet. Beim Upgrade migrieren wir folglich die SharePoint 2007 Profile in eine neue “User Profile Service Application”. Falls mit dem “Farm Configuration Wizard” bereits eine User Profile Service Application erstellt wurde, kann diese später gelöscht werden.

Hier die notwendigen Schritte:

  1. Zu Beginn brauchen wir die SharedServices_DB sowie die Content Datenbank(en) der MySite. Beide sollen auf dem SQL Server der SharePoint 2010 Farm zurückgespielt werden.
  2. Bitte in der Central Administration unter “System Settings” \ “Manage Services on Server” prüfen, dass die Dienste “User Profile Service” und “Managed Metadata Service” laufen.
  3. Mit dem PowerShell cmdlet “New-SPProfileServiceApplication” erstellen wir eine neue Service Application. Als Datenbanknamen geben wird die SharedServices_DB an (aus Schritt 1). Als Bezeichner (Name) verwende ich hier “SharedServices” – wer keine Altlasten will, darf natürlich gerne einen SharePoint 2010 konformen Namen verwenden.
    New-SPProfileServiceApplication -ApplicationPool "SharePoint Web Services Default" -Name SharedServices1 -ProfileDBName SharedServices1_DB
  4. In der Central Administration unter “Upgrade and Migration” \ “Upgrade Status” prüfen, dass die Upgrade Session erfolgreich abgeschlossen wurde. image
  5. Neuer Service Application Proxy erstellen. Dabei muss die Service Application ID aus Step 3 angegeben werden:
    New-SPProfileServiceApplicationProxy -name "SharedServices1_Proxy" -ServiceApplication [GUID]
  6. In der Central Administration unter “Application Management” \ “Manage Service Application” \ “SharedServices1” sind nun die migrierten User Profiles ersichtlich.
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  7. Jetzt können wir die MySite Content Datenbank anhängen. Zuerst können wir mit Test-SPContentDatabase prüfen, ob wir keine Upgrade Issues haben:
    Test-SPContentDatabase -Name WSS_Content_Mysite -WebApplication http://sharepoint2010.is-lab.local
  8. Sind alle Issues gefixt, kann die Content Datenbank angehängt werden. Dabei werden die MySites nach SharePoint 2010 migriert. Der Prozess kann in der Central Administration unter “Upgrade and Migration” \ “Upgrade Status” verfolgt werden.
    stsadm -o addcontentdb -url http://sharepoint2010.is-lab.local -databasename "WSS_Content_MySite"
  9. Allfällige Fehler sollten analysiert und gefixt werden:
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  10. In unserer User Profile Service Application müssen wir nun noch den MySite Host setzen. Zuerst muss eine Site Collection vom Typ “My Site Host” vorhanden sein. Der Farm Configuration Wizard erstellt einen MySite Host unter dem Managed Path /my. Wer mag, kann aber auch einen neuen MySite Host erstellen.
  11. Den MySite Host setzen wir in der Central Administration unter “Application Management” \ “Manage Service Application” \ “SharedServices1” \ “Setup My Sites” im Feld “My Site Host location”.
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  12. Damit die Benutzer auf die migrierten MySite zugreifen können, muss nun noch die User Profile Service Application mit unserer Web Application verbunden werden. Hierzu ändern wir am besten gleich die “Application Proxy Group” mit dem Namen “default”. Dazu unter “Application Management” \ “Configure Service Application Associations” auf die Proxy Group “default” klicken. Im Pop Over Dialog den vom Farm Configuration Wizard erstellte Proxy (“User Profile Service Application”) deselektieren, den SharedServices1_Proxy anwählen und als Default setzen.
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  13. Nach einem IISRESET sollte auf die migrierte My Site zugegriffen werden können.
  14. Zum Schluss berechtigen wir noch den Crawl Account. Dazu in der Übersicht der Service Applications auf “Administrators” klicken.
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  15. Der Crawl Account braucht das Recht “Retrieve People Data for Search Crawlers”.
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Nach der Migration sollte jeder Benutzer wieder auf seine My Site zugreifen können und seine Daten dort vorfinden. Auch Listen und Web Parts werden migriert. Beim Upgrade der My Site von SharePoint 2007 (MOSS) auf SharePoint 2010 wird direkt ein V4 Master angewendet. Der Visual Upgrade Mode steht für My Sites nicht zur Verfügung. Dies bedeutet, dass sämtliche graphischen Anpassungen verloren sind bzw. neu erstellt werden müssen.

Auch das Profile wird komplett übernommen. Custom Profile Properties werden angelegt und mit den angegeben werden abgefüllt. Evtl. ergeben sich gewisse Abweichungen bei den Privacy Settings.

16 Februar 2010

Präsentation am Swiss SharePoint Club Meeting vom 26. Februar 2010

Am 15 Meeting des Swiss SharePoint Clubs werde ich eine Präsentation über den Upgrade von SharePoint 2007 auf SharePoint 2010 halten. Neben dem Vorgehen werde ich in den knapp 60 Minuten auch über die Erfahrungen aus Kundenprojekten, in welchen wir SharePoint 2007 auf Beta2 oder RC migriert haben, berichten.

Weitere Details und Anmeldung

10 Februar 2010

SharePoint 2010 RC auf Windows 7

Wird SharePoint 2010 Release Candidate (RC) auf Windows 7 installiert und dabei der Anleitung auf MSDN befolgt, stoppt der Configuration Wizard im zweiten Schritt mit folgender Meldung:

Could not load file or assembly 'Microsoft.IdentityModel, Version=3.5.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=31bf3856ad364e35' or one of its dependencies. The system cannot find the file specified.

Schaut man im GAC nach, findet man die Microsoft.IdentityModel.dll nur in der Version 1.0.0.0. Die aktuelle Version kann man bei Microsoft herunterladen und nennt sich Windows Identity Foundation.

05 Januar 2010

TechTalk über SharePoint 2010 für IT Pros

Am 18. Januar 2010 werde ich in Wallisellen bei Microsoft Schweiz einen TechTalk über SharePoint 2010 für IT Professionals halten.

Nachfolgend die provisorische Agenda:

08.30 – 09.00 

Registrierung

09.00 – 10.15

Übersicht und Architektur

  • Neues User Interface inkl. Browsersupport und Silverlight
  • Themes
  • Mehrsprachigkeit
  • Sandboxed Solutions
  • Composites
  • Office 2010 Funktionen
  • Social Networking: MySite, Organization Browser
  • On-premise / in the Cloud

10.15 – 10.45

Pause

10.45 – 12.00

Infrastructure und Service Applications

  • Hard- und Software Anforderungen
  • Installation
  • Neue Central Administration
  • PowerShell
  • High Availability Funktuionen
  • Skalierbarkeit
  • Terabytes an Daten, grosse Listen
  • Dateien ausserhalb der Datenbank
  • Advanced Backup und Restore
  • Office Web Applications
  • Access Services
  • Visio Services

12.00 – 13.00

Mittagessen

13.00 – 14.15

ECM und Search

  • Metadaten in Listenansichten
  • Content Type Hub
  • Taxonomy, Folksonomy
  • Neue Features von Enterprise Search
  • Unterschiede von FAST Search

14.15 - 14.45

Pause

14.45 – 16.00

Migration MOSS 2007 nach SharePoint 2010

  • Migrationsszenarien (In Place vs. Database Attach)
  • Migrationsprozess
  • Technische Details eine Migration
  • Mögliche Probleme

16.00 – 16:15

letztes Q&A und Ende der Veranstaltung

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26 November 2009

Mehrsprachigkeit in SharePoint 2010

Mit dem MUI – dem Multilingual User Interface – wird SharePoint 2010 endlich mehrsprachig. Dabei kann die Sprache des User Interface jede möglichen SharePoint Site geändert werden.

Als Voraussetzung muss für jede gewünschte Sprache das entsprechende Language Pack (einmal für SharePoint Foundation und einmal für SharePoint Server) installiert werden. Für Beta 2 sind Language Packs für Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Chinesisch verfügbar.

Nach der Installation kann in den Site Settings pro Site die gewünschten Sprachen ausgegeben werden. Unter “Site Administration” erscheint der neue Eintrag “Language settings”.

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Hier wird angezeigt, in welcher Sprache die Site angelegt wurde und welche Language Packs installiert wurden. Wählt man weitere Sprachen an, stehen diese dem Benutzer zur Verfügung. Dies kann übrigens auch über das Object Model erfolgen (SPWeb.AddSupportedUICulture).

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Der Benutzer kann nun über das “My” Menu zwischen den Sprachen hin und her wechseln.

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Sämtliche Texte werden nun übersetzt. Die Settings Pages, die Navigation, die Hilfe aber auch Menus, OOB Listennamen, OOB Spaltennamen und OOB Webparts werden mittels den Ressourcen in den Language Packs übersetzt.

Eigene Bezeichner für Listen, Spalten, Content Types, Managed Metadata, etc. können als RESX Datei exportiert, übersetzt und wieder importiert werden. Mit der aktuellen Beta scheint hier noch nicht alles zur Verfügung zu stehen. Eigene Customizations können mit der bekannten ASP.NET Localization übersetzt werden.

Nicht übersetzten kann man den Content auf den Wikipages und die Listeninhalte. Hier können wir Developers aber mit etwas .NET Code einfache Lösungen bauen.

16 November 2009

SharePoint 2010 Beta ist (fast) da!

Der MSDN New Downloads RSS Feed zeigt die Office 2010 / SharePoint 2010 Betas bereits an. Sichtbar über das Web UI sind die Downloads aber noch nicht. Es ist anzunehmen, dass die Beta 2 von Office 2010, SharePoint 2010 aber auch des FAST Search for SharePoint nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die Vorfreude bei isolutions ist gross – nicht nur werden wir mit dieser (intern Beta 2 genannten) Version ein internes Deployment vornehmen und erste Funktionen produktiv einsetzen. Auch werden mit dem FAST Search for SharePoint und den Language Packs einige Module herausgegeben, welche wir bis jetzt noch nicht einsehen konnten.

Update 18:40: Die Beta von SharePoint 2010, Office 2010, SharePoint Designer 2010 als auch das FAST Search Servers sind auf MSDN verfügbar. Los gehts, Jungs!

06 November 2009

Das SharePoint 2010 ABC für Developer

Diese Woche durfte ich am SharePoint 2010 Ignite Developer Training in Amsterdam teilnehmen. Wouter van Vugt, Todd Carter und Vesa Juvonen haben uns einen tiefen Einblick in SharePoint 2010 vermittelt.

Für euch habe ich das SharePoint 2010 ABC für Developer zusammengestellt:

A wie Application Lifecycle Management

Für das Application Lifecycle Management (ALM) stellt SharePoint 2010 neue Möglichkeiten zur Verfügung. Die Versionsnummer von Features wird beachtet und in den Featuredefinitionen können UpgradeActions definiert werden. Neben dem Hinzufügen von neuen Site Columns zu Content Types, kann auch C# Code ausgeführt werden. Dies geschieht über einen neuen EventReceiver (FeatureUpgrading).

B wie Business Connectivity Services

Die Business Connectivity Services (BCS) lösen den Business Data Catalog (BDC) ab und erlauben das Einbinden von externen Daten. Sei es eine SQL Datenbank, ein Web Services oder gar ein .NET Type. BCS Daten stehen als External Content Type zur Verfügung und können in einer sogenannten External List wie eine normale SharePoint Daten bearbeitet werden. Neu können die Daten auch geschrieben werden.

C wie Client Object Model

Mit dem Client Object Model kann man aus .NET, Silverlight oder JavaScript Anwendungen auf SharePoint Daten zugreifen. Grundsätzlich steht alles unterhalb der Site Collection zur Verfügung. Das Client OM ist aber vor allem für den Zugriff auf Listen interessant. Die Zeiten von lists.asmx sind gezählt.

D wie Designer

Der SharePoint Designer 2010 wird nun auch für Developer interessant. Der Workflow Designer hat massive Verbesserungen erfahren. Zum Erstellen von BCS ist der SharePoint Designer das Tool der Wahl. Das Beste: Customizations lassen sich als WSP exportieren und können in Visual Studio 2010 weiterverarbeitet werden.

E wie EventReceiver

Mit den neuen EventReceivern für Listen (ListAdding/ed) und Sites (WebAdding/Provisioned) sowie Post-Synchronous Events wird das EventReceiver Modell komplettiert. Die Post-Synchronous Events erlauben es dem Developer nach dem Ausführen einer Operation durch SharePoint, aber bevor dem Benutzer das UI wieder angezeigt wird, einzugreifen. Damit können Bilder nach dem Upload skaliert und Properties nach dem Erstellen abgefüllt werden.

F wie FAST

Von der Integration der FAST Search Engine profitiert auch der Developer. Über die Mächtigkeit der FAST Search Engine wurde in diesem Blog bereits einiges geschrieben. Programmatisch kann über dasselbe API auf den Suchindex zugegriffen werden. Als Goodie kann man über das Object Model gezielt Content in den Index pushen und auf diese Weise real-time Search-based Applikationen realisieren (z.B. eine Tasklist über die gesamte Farm).

G wie graphische Anpassungen

Graphische Anpassungen lassen sich mit SharePoint 2010 viel einfacher umsetzen. Themes sind in 5 Minuten erstellt (siehe unter ‘T’). Die Masterpages wird out-of-the-box mit sauberen HTML Code ausgeliefert. Die Content Placeholders sind aber dieselben – d.h. die Migration wird nicht sehr aufwändig.

H wie Hub

Mit dem Content Type Hub können Content Types über die gesamte Farm verteilt werden. Früher waren hier Features und Code notwendig. Der Content Type Hub ist in den Managed Metadata Services integriert.

I wie InfoPath

Die List Forms (NewItem, ViewItem, EditItem) können in SharePoint 2010 mit InfoPath 2010 angepasst werden. Das Customizing erfolgt über den SharePoint Designer.

J wie JavaScript

Viele Funktionen (SP.*.js) stehen dem JavaScript Entwickler zur Verfügung. Dabei stehen auch die Debug Dateien zur Verfügung. Ein Lazy Loading Mechanismus ist integriert und kann auch für die eigenen JavaScript Dateien eingesetzt werden.

K wie Kompilieren

Der bestehende Code muss – solange er im IIS läuft – nicht neu kompiliert werden. Über ein BindingRedirects werden die Object Model Calls auf die neuen SharePoint 14.0.0.0 DLLs geleitet. Nur jene Bits, welche von OWSTimer.exe ausgeführt werden (EventReceiver, Timer Jobs, Workflows) müssen gegen die neuen DLLs kompiliert werden.

L wie Listen

Bei den Listen wurden unter SharePoint 2010 einige entscheidende Verbesserungen realisiert. Neu können sie bis zu 50 Millionen Items enthalten. Dafür kann nun bei der Abfrage festgelegt werden, wie viele Items aus der Datenbank gelesen werden. Relationships lassen sich mit Cascade Delete oder Block Delete realisieren.

M wie Mehrsprachigkeit

Gerade für uns Schweizer sind die Neuerungen bei der Mehrsprachigkeit sehr spannend. Auf einer SharePoint 2010 Site kann die Sprache der Menus, der Navigation und der anderen Seitenelemente über das Menu umgestellt werden. Man muss nur die entsprechenden Language Packs installieren. Ob man auch die Namen der selbst erstellten Columns übersetzen kann, gilt es zu prüfen.

N wie Networking

Mit der MySite von SharePoint 2010 stehen viele Social Network Funktionen zur Verfügung. Persönliche Tags, I like it und Wall Posts werden auf der MySite angezeigt. Mittels einer Silverlight Applikation wird da Organigramm dargestellt.

O wie Online

SharePoint Online wird aufgewertet. Bald können wir unsere Webparts als Sandboxed Solutions auf SharePoint Online deployen. Dabei handelt es sich um WSP, welche in einem separaten Prozess ausgeführt werden. Natürlich darf der Code nicht beliebige Operationen ausführen - der Zugriff auf das SharePoint Object Model ist aber gewährleistet. Sandboxed Solutions können vom Site Collection Admin in die neue Solution Gallery hochgeladen und aktiviert werden.

P wie PowerShell

Die PowerShell Cmdlets für SharePoint 2010 sind sehr mächtig und vereinfachen viele IT Pro Tasks. Über PowerShell kann auch direkt auf das SharePoint Object Model zugegriffen werden.

Q wie Query

Queries lassen sich unter SharePoint 2010 mit LINQ absetzen. Dabei wird das EntityModel ab einer bestehenden Site generiert (mit dem Utility SPMETAL) und das Visual Studio Projekt hinzugefügt. Die LINQ Abfragen können auch über Relationships erfolgen.

R wie REST

Ein REST-based Zugriff auf SharePoint 2010 Listen stellt die Daten für Drittsysteme zur Verfügung. Die Abfrage der Daten erfolgt über das URL (z.B. /_vti_bin/ListData.svc/Listname). Zurück kommt wahlweise ATOM XML, JSON oder sogar ein Bild.

S wie SharePoint 2010

SharePoint 2010 rocks!

T wie Themes

Themes lassen sich über das Web UI zusammenklicken. Ebenfalls elegant ist der Import einer thmx Datei. Eine solche Datei exportieren die Office 2007 Applikationen auf Grund der Styles.

U wie User Interface

Das neue UI mit dem Ribbon und den Popup Dialogen ist für den Benutzer intuitiver (da er nicht immer wegnavigiert wird und sich die Befehle alle im Ribbon befinden) und kann vom Developer sehr flexibel erweitert werden.

V wie Visual Studio

Mit den Visual Studio 2010 Templates wird der Traum vom Deploy per F5-Taste endlich wahr. Mainfest.xml, DDF, SafeControls, etc. gehört der Vergangenheit an. Zirka 20 Projekt Templates stehen für die verschiedenen SharePoint Erweiterungen zur Verfügung. Wo nötig können man die XML Dateien aber immer noch selbst bearbeiten werden.

W wie Wiki

Team Sites sind nun auch Wiki Sites. Der Benutzer kann überall Inhalte, Links (nur "[[" eingeben und schon erscheint ein Popup zur Auswahl von Pages, Listen und Subsites) sowie Webparts einfügen. Nur um ein Bild einzufügen, braucht es kein ImageWebPart mehr.

X wie XHTML

SharePoint 2010 rendert Well-Formed XHTML 1.0. Was anderswo selbstverständlich war, mussten wir uns hart erkämpfen. Ebenfalls wird die Accessibilitynorm WCAG 2.0 AA erfüllt.

Y wie hmm… Joker

…

Z wie Zugriff

Neu kann der Zugriff auf SharePoint 2010 mittels Claims erfolgen. Dies ermöglich tolle Möglichkeiten um Benutzer mit Live ID Accounts, Federated Active Directory Accounts oder anderen Providern zu authentisieren.

26 Oktober 2009

Echo über SharePoint 2010

Während der SharePoint Conference wurde natürlich heftig gebloggt. Die wichtigsten Posts habe ich hier zusammen aufgelistet.

Jeff Teper beschreibt SharePoint 2010 in einem Satz, 8 Kategorien und 40 Funktionen auf dem SharePoint Team Blog. Der eigentliche “Ur-Post” über SharePoint 2010.

Im Microsoft SharePoint Developer Documentation Blog ist die bereits vorhandene Dokumentation über SharePoint 2010 auf MSDN verlinkt. Auch das SPD Team hat die wichtigsten Neuigkeiten in Bezug auf SharePoint Designer in einem Blog Post zusammengefasst.

Andrew Connell, Lieblings-MVP des Autors, schreibt über die Neuerungen und Verbesserungen im WCM Bereich in Part1, Part2 und Part3. Joel Oleson hat seine Top 10 Features zusammengestellt.

Auch die Jungs von namics bzw. 1eEurope haben fleissig aus Las Vegas berichtet.

Last but not least der Link für die Registrierung für Beta 2 von SharePoint 2010.

24 Oktober 2009

SharePoint 2010 – ein Fazit

Die SharePoint Conference ist zu Ende. Ein guter Zeitpunkt also für ein kurzes Resumé.

Nach vier Tagen mit insgesamt 240 Sessions liesse sich zu all den Neuerungen, den damit verbundenen Möglichkeiten und dem daraus resultierenden Nutzen mindestens ein Buch schreiben. Doch Steve Ballmer, Microsoft’s CEO, hat SharePoint 2010 wie folgt zusammengefasst:

SharePoint ist die Business Collaboration Plattform für Unternehmen und hat, stark vereinfacht die drei folgenden, nutzenstiftenden Vorteile:

  • SharePoint verbindet Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen und hilft ihnen dabei, produktiv zu sein.
  • SharePoint reduziert Ihre Betriebskosten durch eine zentrale und einheitliche Infrastruktur.
  • Und SharePoint ermöglicht es, mit der Version 2010 mehr denn jemals zuvor, auf Anforderungen und Bedürfnisse des Business rasch treffende Antworten zu liefern.

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Dieser treffenden Beschreibung wurde in den Sessions der vergangenen Tage ganz konkret Form verliehen:

  • Administration, Entwicklung und Anpassung von SharePoint an Geschäftsanforderungen sind einfacher und schneller geworden.
  • Die Komplettheit der Plattform hinsichtlich der adressierten Themen ist äussert umfassend. So ist Microsoft mit Enterprise Search heute bereits im Leading Quadranten, mit ECM und Collaboration mit grossen Schritten auf dem Weg dahin.
  • Natürlich gibt es immer noch Themen, wo spezialisierte und fokussierte Produkte weitergehen. Doch im Zusammenspiel ist SharePoint unschlagbar. Dies ist inbesondere deshalb von Bedeutung, als dass viele Themen immer stärker zusammenwachsen und nicht mehr isoliert betrachtet werden können.

Unter dem Strich werden viele der bereits seit längerem proklamierten Marketing-Statements und Versprechungen mit der neuen Version endlich Realiät. Einiges wurde in den Blogposts der vergangenen Tage breits beschreiben und ausgeführt, vieles werden wir in den kommenden Monaten und Jahren erfolgreich in den Geschäftsalltag transformieren können.

Eine interessante und herausfordernde Aufgabe, für die mit der Version 2010 von Office und SharePoint eine ausgereifte und bereits tausendfach eingesetzte Plattform zur Verfügung steht. Bisher werden von den weltweit rund 100 Millionen verkauften 2007er Lizenzen nur ein Bruchteil wirklich eingesetzt. Zeit also, den brachliegenden Nutzen freizusetzen.

Und so kann als abschliessendes Fazit gesagt werden: die gemachten Aussagen treffen vollumfänglich zu. Den Nachweis werden wir erbringen können.

22 Oktober 2009

WCM mit SharePoint 2010

Die Neuerungen im Bereich WCM bleiben bescheiden – das Konzept wurde nicht grundlegend überarbeitet. In meinen Augen war dies auch nicht notwendig. SharePoint 2010 wird zur echten WCM Plattform.

Standards

SharePoint 2010 setzt auf Standards. Dank XHTML sowie WCAG 2.0 AA kann eine behindertengerechte Website viel einfacher realisiert werden. Natürlich lassen sich somit die graphischen Anpassungen auch viel einfacher umsetzen. Ein weiterer Vorteil ist der Crossbrowser Support – auch für die Author- und Adminseiten.

Master Page / Page Layout

Master Pages und Page Layouts stehen uns auch weiterhin zur Verfügung. Out-of-the-Box werden heute Master Pages mitgeliefert, auf welche man auch für WCM Projekte aufbauen kann.

Content Authoring

Das Erfassen des Contents wurde massiv verbessert. Alle Funktionen werden über Ribbon angeboten. Ein Live Preview zeigt die Änderungen der Formatierungen sofort an. Auch Copy & Paste aus Office Applikationen funktioniert (besser).

Auch der Einfügen von Bildern ab der lokalen Festplatte geht einfacher von der Hand. Auch Silverlight Movies lassen sich einfach einbinden. Übrigens lassen sich Streaming Medien nun auch auf dem Frontendserver zwischenspeichern, was den Datenbankserver entlasten.

Das Approval erfolgt weiterhin via Workflow. Dieser kann nun aber viel einfach erweitern und customized werden – ob mit Visio, SharePoint Designer oder Visual Studio.

Variations

Das Konzept der Variations wurde nicht verändert. Dafür wurde hinter den Kulissen einiges an der Stabilität und den Tools gearbeitet. Bereits mit SP2 wurde eine STSADM Erweiterung lanciert, um die Variations zu fixen. In SharePoint 2010 wird die Releationships Liste überarbeitet und es gibt noch ein neues Tool für Fixes.

Content Query Web Part

Das CQWP (isolutions´ favorite) lebt weiter und wurde ausgebaut. Out-of-the-Box kann es bedeutend bequemer eingesetzt werden. Dank den Verbesserungen beim Zugriff auf Listen (inkl. der Möglichkeit, sehr grosse Listen anzulegen), erwarten uns da auch keine Performanceprobleme.

Content Deployment

Auch das Sorgenkind von MOSS 2007 RTM – das Content Deployment – hat sich in der Zwischenzeit gemausert. Viele Fixes wurden mit Service Packs und Cumulative Updates bereits ausgeliefert. In SharePoint 2010 kommt zusätzlich noch die Möglichkeit eines echten Datenbank Snapshots hinzu.

21 Oktober 2009

ECM für die Masse mit SharePoint 2010

imageWow! Microsoft bringt mit SharePoint 2010 eine gewaltige Flut an neuen Funktionen rund um das Verwalten von Inhalten! Einerseits sind gewisse Grundlagen (oder alte Designfehler) korrigiert worden, andererseits sind powervolle neue Tools dabei, welche SharePoint im ECM Quadranten von Gartner bestimmt massiv nach oben rechts verschiebt. Microsoft geht endlich auch direkt auf die Frage SharePoint vs. Fileserver ein, respektive zeigt sogar eine sehr konsistente und durchdachte Lösung einer Koexistenz von beidem auf – “Manage the Unmanaged”

 Metadata Management
SharePoint 2010 bietet zwei Wege den Inhalt mit Metadaten zu versehen. Durch Taxonomien, welche zentral für die gesamte Farm gesteuert und verwaltet werden können, steht den Inhaltsverantwortlichen eine hierarchische Struktur mit Begriffen zur Verfügung die den Inhalten zugewiesen werden können. Natürlich ist die Taxonomie durchgängig auch in den Office Clients  vorhanden. Die Taxonomie kann z.B. auch zum schnellen und einfachen Filtern von Inhalten in einer Dokumentenbibliothek verwendet werden. Das Metadaten Management von SharePoint 2010 ist wirklich sehr mächtig, Mehrsprachigkeit und Synonyme sind nebst vielen anderen Neuerungen zwei wichtige Konzepte die out-of-the-Box unterstütz sind.

Der zweite Weg ist die Folksonomie. Darunter ist das nicht verwaltete und dezentralisierte „taggen“ von Informationen gemeint, was jeder User für sich persönlich anwenden kann. Auf der MySite sieht er dann seine persönliche Tagcloud.

In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass Contenttypen nicht mehr nur innerhalb einer Site Collection zur Verfügung stehen, sondern über die ganze Farm zentral verwaltet werden können.

Unique Document IDs
Das bekannte Problem, dass beim umbenennen, verschieben resp. reorganisieren von Inhalten die Referenzen und Links auf die Inhalte nicht mehr gültig sind, ist damit endgültig gelöst. Die neue Dokumenten ID wird beim hinzufügen von Dokumenten automatisch vom SharePoint vergeben. Wie sich die ID zusammensetzt, kann definiert werden. Ist das Dokument einmal auf dem SharePoint abgelegt, kann es immer für den gleichen Link wieder aufgerufen werden.

Documents Sets
Bei der Arbeit mit Dokumenten ist immer wieder der Wunsch da, gewisse Dokumente zu einem Set mit gleichen Metadaten, Version, Workflows, etc. zusammenzufassen, dies ist nun mit Document Sets möglich. Dank diesem Konstrukt wird es endlich möglich nicht nur einzelne Dokumente zu behandeln sondern ganze Dossiers.

Advanced Routing
Mit dem Content Organizer in SharePoint 2010 kann mittels Regeln der Endbenutzer beim Abspeichern der Informationen unterstützt werden. Das Szenario könnte sein, dass der Endbenutzer die Datei immer in die gleiche Bibliothek abspeichert. Anhand des Content Typs und der Metadaten verschiebt nun der Content Organizer das Item an richtigen Ort gemäss den zutreffenden Regeln.

Dieser Content Organizer hilft auch, veraltete und nicht mehr benutzte Daten zu identifizieren und allenfalls in ein anderes Repository zu verschieben oder durch den Inhaltsverantworlichen überprüfen zu lassen.

In-Place Records Management
Recordsmanagement Funktionen sind nicht mehr wie bis anhin an bestimmte Site Templates gebunden sondern können überall wo es gewünscht ist eingesetzt werden. An einem Icon erkennt man, welche Dateien als Record markiert sind und somit nicht mehr geändert werden können. Ob ein Record am aktuellen Speicherort bleibt oder z.B. nach einer bestimmten Zeit in ein entsprechendes Repository verschoben wird, kann definiert werden.

Fileserver Integration
Microsoft hat tatsächlich eine Integration zwischen SharePoint und dem Fileserver (Windows Server 2008 RE 2) zu Stande gebracht die sehr vielversprechend demonstriert wurde. Über den File Server Ressource Manager können die existierenden Files auf dem Fileserver anhand von frei definierbaren Regeln klassifiziert werden. Für die Klassifizierung übernimmt der Fileserver die existierenden Content Typen und Metadaten vom SharePoint 2010. Nach der Klassifizierung können die Files dem Content Organizer vom SharePoint übergeben werden und dieser speichert die Files gemäss den definierten Verteilerregeln. Damit der Endbenutzer von dieser Migration nichts merkt, verbleibt auf dem Fileserver ein Shortcut auf das File, welches neu im SharePoint liegt. Eröffnet dies nicht ganz neue Möglichkeiten in Zukunft DMS Lösungen einzuführen?

Das von mir gesehene hinterliess bei einen sehr guten Eindruck. Falls die vorgestellten Konzepte wirklich funktionieren bietet SharePoint 2010 ein unglaublich flexibles und vielseitiges ECM Tool, welches bei richtigem Einsatz einen enormen Mehrwert für die Endbenutzer mit sich bringt.

Upgrade auf SharePoint 2010

Bereits heute sind erste Informationen betreffend dem Upgrade auf SharePoint 2010 verfügbar. Nachfolgend möchte ich auf die möglichen Migrationsszenarien, die Anforderungen, die Risiken sowie die Vorbereitungen, welche bereits heute angegangen werden können, eingehen. Wir werden ein standardisiertes Vorgehen definieren, um Risiko und Kosten zu minimieren und unseren Kunden einen schnellen Wechsel auf SharePoint 2010 zu ermöglichen. Mehr dazu, wenn es konkreter wird, in diesem Blog.

Microsoft hat bedeutend mehr in den Upgrade auf SharePoint 2010 investiert als in jenen auf SharePoint 2007. Der Upgrade läuft stabiler, kann besser überwacht werden und nach Problemen wieder fortgeführt werden.

Migrierte Sites werden zuerst in einem Visual Upgrade Modus angezeigt. Die alten CSS und Master Files werden angewendet, wodurch der User das alte UI sieht. Über die Site Settings kann testweise auf das neue UI mit den Ribbons umgeschaltet werden. Läuft alles glatt, kann das UI definitiv geändert werden. Diese Umstellung kann zentral erfolgen (vom Administrator) aber durch den Site Owner erfolgen.

Anforderungen

SharePoint 2010 braucht für alle Rollen (Web Frontend, Application aber auch SQL Server) 64bit Plattformen. Als Betriebssystem muss Windows Server 2008 SP2 oder R2 installiert sein. Die Version des Datenbankservers muss mindestens SQL Server 2005 SP2 oder 2008 SP1 CU2 sein.

Upgradeszenarien

Microsoft bietet nur zwei Upgradeszenarien an:

  • Ein In-Place Upgrade migriert eine SharePoint Farm von MOSS 2007 SP2 nach SharePoint 2010. Während des Upgrades ist die Farm nicht verfügbar. In diesem Szenario muss aber die bestehende Farm die oben erwähnten Anforderungen erfüllen.
  • Das bessere Upgradeszenario ist in meinen Augen der Database Attach Upgrade. Dabei wird eine zweite Farm, inkl. SQL Server, mit SharePoint 2010 bereitgestellt, auf welche dann die Content Datenbanken sowie die Profile Datenbank kopiert und angehängt werden. Beim Hinzufügen der Datenbanken wird das Upgrade durchgeführt.

Vorbereitungen der Content Datenbanken

Grundlage für ein erfolgreiches Upgrade ist eine “saubere” und schlanke SharePoint 2007 Installation. Damit kann bereits heute begonnen werden.

  • Nicht verwendete Site Collections oder Sites löschen sowie Dokumentversionen einschränken: durch die kleinere Datenmenge läuft der Upgrade schneller durch.
  • Fehlerfreie Templates, Features und Web Parts. Deployt via WSP: Damit können die Customizations auf SharePoint 2010 installiert werden.
  • Wurden Out-of-the-Box Site Definitions verändert, können diese Sites nicht migriert werden. Es bleibt nichts anderes übrig als den Content in neue Sites zu migrieren.
  • Eventuell korrupte Datenbanken reparieren: Ansonsten tauchen die Probleme beim Upgrade auf.
  • Und wer die grösste Sünde (Änderungen an der Content Datenbanken vorgenommen hat) begannen hat, muss diese Rückgängig machen. 

Mit Service Pack 2 und dem Oct 2009 CU von SharePoint 2007 wurde ein Pre-Upgrade-Checker mitgeliefert (stsadm Befehl). Das Tool liefert viele wichtige Informationen über die SharePoint Farm in einem Report. Weiter prüft es sämtliche Sites auf fehlende Site und List Definitions, Features und Assemblies. Auch Orphan Data (d.h. nicht mehr verknüpfte Sites, Lists, etc.) werden aufgespürt.

InfoPath Formulare können neu auch mit einem STSADM Befehl (exportIPFSAdminObjects) als WSP extrahiert werden und so auf die neue Farm gezügelt werden.

Customizations

Ist die Farm wie oben beschrieben stabilisiert worden, liegen die grössten Risiken bei den Customizations. Normale Web Parts und Workflows werden ohne Recompile lauffähig sein. Das Objektmodell ist mehrheitlich kompatible.

Wurden Customizations mit dem SharePoint Designer vorgenommen (customized files), gehen diese beim Switch auf das neue UI verloren. Bei Customizations, welche über WSP eingespielt wurden, stehen die neuen UI Funktionen logischer nicht zur Verfügung. In beiden Fällen gilt es vor dem Upgrade der Live Umgebung abzuklären, wie mit diesen Customizations weiter verfahren werden soll.

Fazit

Der Upgrade Prozess wurde in meinen massiv verbessert. Der SharePoint Admin hat viel die bessere Kontrolle. Bei den Customizations stellt sich die Frage, ob die Funktion mit SharePoint 2010 nicht out-of-the-box gelöst wird oder ob diese unter SharePoint 2010 weiterbestehen soll. Im zweiten Fall empfiehlt es sich, frühzeitig Tests durchzuführen. Bereits mit Beta 2 (ab November) kann der Upgrade getestet werden.

SharePoint 2010 Composites

Auf dem neuen SharePoint Donut erscheint der Begriff Composites, welcher für mich bis jetzt nicht auf Anhieb selbstsprechend war – bis heute! Microsoft will mit SharePoint 2010 noch schneller und besser auf die sich kontinuierlich ändernden Anforderungen im Geschäftsalltag eingehen und ein Werkzeugkasten bereitstellen um schnell dynamische Geschäftsapplikationen umzusetzen. SharePoint als Plattform soll es den Endbenutzern ermöglichen selber kollaborative “no Code” Applikationen mit den out-of-the-box Komponenten zu erstellen.

Die Demos sahen sehr vielversprechend aus, sah man doch massive Neuerungen in den Bereichen

  • User Interface
  • SharePoint Designer 2010
  • Access Services
  • Visio Services
  • BCS (Business Connectivity Services)

Die Philosophie von MS geht ganz klar in die Richtung, dass solche Applikationen nicht nur durch technisch orientierte Mitarbeiter erstellt werden, sondern durch Business Consultants.

Damit aber die Kontrolle über die SharePoint Farm nicht entgleitet, bietet SharePoint 2010 neue Tools um Regeln zu definieren. Neu sind auch “Sandboxed Solutions” möglich, was das Risiko, dass bei einer Fehlmanipulation oder fehlerhaftem Code die ganze Farm abliegt, verkleinert.

SharePoint Conference – Day 1 & 2

Der zweite Tag ist durch und ich bin es auch. Kühlschrankartige Temperaturen, endlose Teppichböden, Kunstlicht und seit zwei Tagen keinen Schritt an der frische Luft haben ihre Spuren hinterlassen – zum Glück findet heute Abend die Pool Party am Mandalay Beach statt, da werden die Batterien wieder geladen…

Nun aber zu den wichtigsten bisher rausgeschälten Neuerungen von SharePoint und Office 2010: es sind deren viele! Darum an dieser Stelle eine ausgewählte Essenz:

Services – und wie sie uns dienen werden…

SharePoint 2010 wartet mit einer ganzen Serie von neuen Office Client Services auf. Die bereits bekannten Excel Servcies haben mit den Word, PowerPoint, Visio und Access Services massiven Zuwachs bekommen. Diese Services ermöglichen die webbasierte Darstellung und (limitierte) Bearbeitung der entsprechenden Dokumente, eine Client-Installation ist also nicht mehr in jedem Fall zwingend notwendig. Die Beareitung ist allerdings limitiert auf eine beschränkte Menge der in den Client-Versionen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, reicht für den täglichen Einsatz wohl trotzdem relativ weit.
Es dürfte künfitg also durchaus Szenarien geben, wo die Installation der Office Suite für gewisse Benutzer oder Geräte nicht mehr notwendig sein wird, wodurch sich Lizenzkosten optimieren und einsparen lassen Des weitern wird all den Amazonas-Internet-Café-Besuchern beim Betreten des als Internet-Café deklarierten Raums ein entspanntes Lächeln über das Gesicht huschen. Das ist doch echte Freiheit!

Aus all den Services sind mir zwei besonders aufgefallen: Visio und Access Services.
Visio Services ermöglichen, einfacher als je zuvor, die Visualisierung von Visio Zeichnungen angereichert mit Live-Daten. Ob Produktionsprozesse, Sales-Team Performance oder Produktabsatz pro Region, solche eher trockenen Auswertungen lassen sich sehr rasch und einfach visuell ansprechend aufbereitet darstellen.
Die Access Services bieten vor allem für Unternehmen, die viele Access Datenbanken in Betrieb haben, eine erfolgsversprechende Zukunft. Access Datenbanken können damit in SharePoint überführt werden und erhalten so eine gesicherte Existenz, fernab der chaotischen und SLA losen Zustände. Auf jeden Fall ein ganz heisses Thema!

Zusammengefasst bieten Office und SharePoint 2010 mit den neu verfügbaren Servcies grossen Mehrwert für eine breite Benutzerbasis und werden auch eine direkte Betriebskostenreduktion ermöglichen.

Co-Authoring – echte Zusammenarbeit wird endlich möglich…

Lange haben wir darauf gewartet! Und genausolange auch darunter gelitten, dass es nicht möglich war: das gleichzeitige Bearbeiten ein und desselben Dokuments, genannt Co-Authoring.

Wer kennt das Szenario nicht. Es soll beispielsweise eine Offerte erstellt werden, an deren Inhalt verschiedene Personen arbeiten. Nun erstellt jeder für sich, optimalerweise noch lokal auf seinem Gerät, ein Arbeitsdokument, wo er seine Inhalte erfasst. Zu einem gewissen Zeitpunkt werden die Dokumente schliesslich in ein einziges Dokument – die Offerte – zusammengeführt. Eine mühsame, aufwändige und fehleranfällige Arbeit, die schon manche Nacht als Tribut gefordert hat.

Dies hat nun ein Ende. Co-Authoring steht in Word, Excel und PowerPoint 2010 zur Verfügung und funktioniert so einfach, dass man zuerst gar nicht realisiert, was wirklich geschieht. Öffnet ein Benutzer ein Dokument, das bereits durch einen anderen Benutzer bearbeitet wird, dann wird automatisch der Co-Authoring Modus aktiviert. In der Statuszeile sieht man dann, wie viele und welche Benutzer zur Zeit das Dokument bearbeiten und kann mit diesen auch gleich mittels EMail oder Instant Messaging in Kontakt treten. Die Beareitung selbst erfolgt auf Absatzbasis und das Dokument wird jeweils beim Speichern mit den neuesten verfügbaren Änderungen der anderen Benutzer aktualisiert. Klingt einfach – ist es auch!

Co-Authoring wird unsere künftige Zusammenarbeit in Dokumenten daramatisch vereinfachen. Für Excel wird Co-Authoring sogar mit den Excel Services webbasiert möglich sein, erfordert also nicht einmal einen installierten Client. Der Amazonas-Internet-Café-Besucher lässt freudig grüssen…

Document-Sets und Enterprise Ready ECM

Auch im Bereich ECM hat sich mit SharePoint 2010 einiges getan. Zusammengefasst darf mit ruhigem Gewissen gesagt werden, dass SharePoint in dieser Domäne endlich erwachsen geworden ist.

Eine Vielzahl von Neuerungen, unter anderem in den Bereichen Metadatenverwaltung, Taxonomie, Compliance, Records Management und Dokument-Handling (Pascal wird dazu wohl noch mehr berichten) machen SharePoint 2010 erstmals ohne Ergänzung mit Drittprodukten zu einer Enterprise Ready ECM Lösung.

Eine sehr interessante Funktion sei an dieser Stelle herausgegriffen: Document Sets. Diese ermöglichen es, Dokumente in einer Art Dossier zusammenzufassen und das Dossier als eigene Entität zu handhaben. So kann das Document-Set als ganzes beispielsweise im Rahmen eines Geschäftsprozesses freigegeben oder archiviert werden. Das Document-Set bzw. Dossier selbst hat dabei auch definierbare Metadaten und kann dem Benutzer erweiterte, Kontext-abhängige Informationen zur Verfügung stellen.
Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten in der Verwendung von SharePoint, ohne dass dazu aufwändige und inkonsistente Erweiterungen vorgenommen oder Drittprodukte installiert werden müssen.

20 Oktober 2009

SharePoint 2010 kriegt einen “middle-tier”

Der Shared Serivice Provider wird abgelöst und durch die Service Application Topologie ersetzt. Damit verfügt SharePoint 2010 über einen echten middle-tier. Eine Service Application stellt den Web Applikationen Daten oder Processing Ressourcen zur Verfügung. Out of the Box werden ca. 30 Service Applications mitgeliefert und installiert, z.B. Search, User Profiles, Managed Metadata, Business Connectiviy Services. Die Verwaltung erfolgt zentral über die Central Administration oder PowerShell.

Load Balancing

Eine Service Application ist ein logisches Konstrukt. Der physikalische Prozess, welcher auf dem Application Server läuft, nennt sich Service Instance. Mehrere Service Instances eines Service Application können auf verschiedenen Application Servers betrieben werden. Durch eingebaute Load Balancing und Health Checking Mechanismen entsteht eine redundante Infrastruktur.

Cross Farm

Service Applications können anderen SharePoint Farmen zur Verfügung gestellt werden. In grossen Unternehmen werden die Service Applications in einer zentralen SharePoint Farm verwaltet und von anderen, geographisch oder organisatorisch verteilten Farmen konsumiert.

Build your own Service Application

Microsoft stellt das API der Service Application zur Verfügung und bietet ISVs die Möglichkeit, eigene Service Applications zu erstellen. Microsoft selbst implementiert Erweiterungen wie die Office Web Applications, SQL PowerPivot oder den Project Server auch als Service Application. Für ISV und Developer bedeutet dies, dass SharePoint auch als Application Platform eingesetzt werden kann. Die Service Application Topologie ist in SharePoint Foundation angesiedelt – dem Nachfolger der Windows SharePoint Services – und daher (wohl) mit Windows Sever Lizenz nutzbar.

Verknüpfungen mit Web Applications

Für jede Web Applikation kann definiert werden, welche Service Applications sie konsumieren darf. Das Konzept ist sogar so ausgerichtet, dass eine Web Application auch mehrere Typen einer Service Application konsumieren kann. Zurzeit wird dies nur für die Taxonomie verwendet: innerhalb einer SharePoint Farm können mehrere Managed Metadata Service Applications konfiguriert werden (welche z.B. verschiedene Taxonomien abbilden). Die Web Applikation kann auf alle Managed Metadata Service Applications zugreifen und sämtliche Taxonomien nutzen.

SharePoint 2010 für Developer

Steve Ballmer hat heute die MS SharePoint Conference eröffnet. Über 7400 Teilnehmer können werden sich in 240 verschiedenen Sessions über SharePoint 2010 informieren.

Steve Ballmer hat an der Keynote die Beta für November 2009 sowie den RTM für das erste Halbjahr 2010 ankündigt. Jeff Teper und Tom Rizzo haben einen ersten Einblick in die neuen Funktionen ermöglicht. Uns ist es nun erlaubt, auch im Blog über SharePoint 2010 zu berichten – soweit es das Rahmenprogramm der Konferenz erlaubt.

Vorerst ein paar Features, welche das Leben der Developer erleichten soll:

  • Developers können SharePoint 2010 auf Windows Vista oder Windows 7 installieren. Das Arbeiten in virtuellen Maschinen gehört also der Vergangenheit an.
  • In Visual Studio 2010 stehen verschiedene Projekttemplates zur Verfügung, mit welchen direkt eine SharePoint Solution erstellt werden kann. Deploy und Debug werden mit F5 erfolgen. Das WSP kann vollständig in Visual Studio verwaltet werden. Kein Manifest.xml, Elements.xml oder 3rd Party Erweiterungen. Übrigens wurde heute auch Beta 2 von Visual Studio 2010 freigegeben.
  • Sogenannte Visual Web Parts können mit einem graphischen Editor erstellt werden. Es handelt sich dabei um nichts anderes als um ASP.NET User Controls; Visual Studio kümmert sich um die Paketierung sowie das Erstellen der Web Part Klasse mit dem LoadControl() Aufruf.
  • Ein Developer Dashboard kann optional in einer SharePoint Seite eingeblendet werden und zeigt wichtige Informationen über Performance (Datenbankaufrufe, Callstack, etc.) an.
  • LINQ for SharePoint erlaubt den Zugriff auf SharePoint Daten. Controls, welche Data Binding unterstützen, lassen sich so mit wenigen Klicks in ein Visual Web Part einfügen und mit SharePoint Listen verknüpfen.
  • Sämtlicher SharePoint Content steht als REST Web Service zur Verfügung. Zusätzlich gibt es ein Client Object Model, welches als .NET oder Silverlight Assembly sowie als JavaScript Bibliothek implementiert ist. Der Zugriff vom Client auf SharePoint Daten war noch nie so einfach.
  • Die maximale Anzahl von Listeneinträgen ist weitgehend aufgehoben (oder grosszügig vergrössert) worden.
  • Der Business Connectivity Serivces (BCS), Nachfolgeder des BDC, erlaubt den Zugriff auf SQL Tabellen, Web Services und .NET Types. Neu erfolgt der Zugriff nicht nur lesend; die Daten können auch zurückgeschrieben werden – hierzu mehr in einem späteren Blogpost.

11 Oktober 2009

SharePoint Conference 2009: wir sind dabei

Header

Letzten Freitag erreichte uns die Meldung, dass die SharePoint Conference “sold out” ist. Neben über 7000 anderen SharePoint Experten aus aller Welt, werden vom 19. – 22. Oktober auch drei Personen von isolutions in Las Vegas mit dabei sein.

An der SharePoint Conference 2009 wird SharePoint 2010 offiziell angekündigt. Gelüftet wird der Vorgang wohl an der Keynote, welche Steve Ballmer himself halten wird.

Wir werden während der Konferenz laufend im isolutions SharePoint Blog bloggen. 

Pascal Grossniklaus Pascal Grossniklaus wird sich die neuen Features von SharePoint 2010 in den Bereichen Search und Enterprise Content Management anschauen.
Benjamin Regez Benjamin Regez wird SharePoint 2010 nach Funktionen durchleuchten, welchen bei unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten.

David Schneider

Ich, David Schneider, bin der Techniker in der Runde und werde versuchen, einen ersten Blick hinter die Kulissen von SharePoint 2010 zu werfen und aufzeigen, was uns SharePoint Developer und IT Professionals erwartet.